Es ist ein arg doppeldeutiger Begriff, den ich mit "dumm gelaufen" in der Überschrift gewählt habe. Normalerweise steht der Begriff für "es ist anders gekommen, als geplant". Aber hier im Artikel geht es wirklich um "dumm gelaufen", sprich: Die Erkenntnis, das Extremsportler unter den Läufern Hirnmasse abbauen.
Ich bin Ende 2025 auf die betreffende Schlagzeile eines Artikels gestoßen, der aber hinter einer Bezahlschranke lag. Nun ja, ich bin kein Extremsportler und Läufer, hätte also auch dumm sterben können. Aber ich habe das Internet befragt und erhielt Antworten.
Die Kurzfassung lautet, dass Extremsport vorübergehend zu einer Art "Hirnschwund" führen kann. Hintergrund ist, dass der Körper bei extremer Energieknappheit Fettgewebe (Myelin) aus den Nervenbahnen zur Energiegewinnung heranzieht.
Wer also Ultramarathon läuft, bei dem wird die fetthaltige Isolierschicht der Nervenfasern (Myelin) als Notreserve abgebaut. Platt gesprochen: Das Hirn schrumpft und man wird dümmer – hat sich also "dumm gelaufen". Neurologen sagen dazu, dass der Myelin-Abbau die Signalübertragung kurzfristig beeinträchtigen kann.

(Quelle: Pexels / Pixabay CC0 License)
Die gute Nachricht: Es sieht so aus, dass das Gehirn sich aber meist innerhalb weniger Wochen regeneriert. Das soll jetzt kein Plädoyer gegen Sport sein. Denn moderater Sport fördert langfristig die Gehirngesundheit und -leistung. Es kommt halt auf die Dosis an, die das Gift macht – wusste schon Paracelsus vor Tausenden Jahren.



