Der Mars-Rover Curiosity ist ja schon eine ganze Weile auf dem Mars, denn am 6. August 2012 gelang es der Weltraumbehörde NASA das Kleinwagen-große Gefährt sicher im Gale-Krater auf dem Mars zu landen. In einer doch lebens- und technikfeindlichen Umgebung (Staub, Kälte etc.) unterwegs, hat das Gefährt jetzt wohl seinen Dienst eingestellt.
Geplant war eine sogenannte Missionsdauer von mindestens 90 Tagen bis zu 2 Jahren, in denen der Rover mit seinen Instrumenten und Kameras die Umgebung seines Landeplatzes untersuchen sollte. Aber Curiosity hat die geplante Missionsdauer locker überlebt und funktionierte weiter. Nachfolgendes Bild ist es "Selfie" des Rovers auf dem Mars.
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(Quelle: NASA/JPL-Caltech/WikiPedia)
Nun scheint der Rover aber seinen Dienst zu quittieren – am Nikolaustag, Samstag, den 6. Dezember 2025, ist mir nachfolgender Tweet des Rovers untergekommen.
Der Satz "Meine Batterie ist fast leer und es wird dunkel." ist laut dem Missions-Kontroll-Team die Essenz des letzten Datensignals von Opportunity. Der Mars-Rover sollte ursprünglich nur 90 Tage lang den Mars erkunden, war jedoch fast fünfzehn Jahre lang im Einsatz. Die letzte Übertragung von Opportunity waren Telemetriedaten, die während eines Staubsturms einen niedrigen Energiepegel und reduzierte Lichtverhältnisse anzeigten und als sanfter Abschied interpretiert wurden. Die NASA geht wohl davon aus, dass der Roboter damit endgültig ausgefallen ist und nicht mehr zum Leben erwacht.
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Da hat er lange durchgehalten. Und die Voyager-Sonden senden immer noch… Irre, wie lange gut konstruierte Technik funktionieren kann.
In der Tat.
Geplante Obsoleszenz war früher für Entwickler und Unternehmer zum Glück noch ein Fremdwort …
Ich bin ebenfalls begeistert, was meine Vorgänger an Ingenieurkollegen bei den Voyager-Sonden geleistet haben. Als junger Student habe ich dem Start entgegen gefiebert. Als bloggender Rentner "inne IT" denke ich "die armen Leute, die heute noch die IT der Sonden und der Infrastruktur hier auf der Erde warten müssen" – so ändert sich die Perspektive. Aber die Ingenieurkollegen haben gut vorgelegt …