Edeka steht für den derzeit wohl größten Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland. Aber wie ist dieser Name entstanden, der heute an allen Edeka-Filialen zu finden ist? Kleiner Ausflug über 125 Jahre zurück.
Die Anfänge 1898
Es war das Jahr 1898, als sich 21 Kaufleute aus dem Deutschen Reich im Halleschen Torbezirk in Berlin zur Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin – kurz E. d. K. – zusammenschlossen. Das war die erste Edeka-Genossenschaft, wie man in der Wikipedia nachlesen kann.
Der nächste Schritt kam am 21. Oktober 1907, als sich 23 solcher Genossenschaften im Hôtel de Pologne in Leipzig zum Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften zusammen schlossen. Am 25. November 1907 wurde die Zentraleinkaufsgenossenschaft des Verbandes deutscher kaufmännischer Genossenschaften eGmbH gegründet.
Aus dieser Konstruktion ging später die heutige Edeka Zentrale Stiftung & Co. KG hervor. Im Jahre 1911 entstand aus der Abkürzung E. d. K. der bis heute gültige Firmen- und Markenname Edeka.
Edeka heute
Die Edeka Zentrale Stiftung & Co. koordiniert die Geschäfte der Regionalgesellschaften und hält die Markenrechte. In den letzten 25 Jahren wurden eine Reihe Mitbewerber übernommen – 2015 beispielsweise Kaiser's Tengelmann, vorher waren es Spar und der Netto Marken-Discount. Edeka ist mit 26 % Marktanteil seit Anfang 2006 der größte deutsche Lebensmitteleinzelhändler.
Spannende Geschichte und erfolgreicher Aufstieg eines Projekt, welches als Einkaufsgenossenschaft von 21 Kaufleuten 1898 begann. Heute ist Edeka vielen Leuten mit seiner Werbung "Wir lieben Lebensmittel" bekannt. Die Wikipedia hält noch eine Reihe an zusätzlichen Informationen rund um Edeka und seine Geschichte bereit.
Edeka in den Erinnerungen
Für uns ist Edeka nicht die primäre Anlaufstelle – da meine Frau einen lokalen Hofladen, den Wochenmarkt und eine Bio-Kette für ihre Einkäufe nutzt – und gelegentlich noch einen Sprung zu Aldi unternimmt, wenn es spezielle Angebote gibt, die interessieren.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich Samstag am Abend noch im Edeka-Markt des Nachbarorts war. Nach einem Ausflug in den Rheingau nutzten wir die Gunst der Stunde, als wir auf der Heimfahrt am Markt vorbei fuhren, um noch etwas Grillgut für Sonntag mitzunehmen. Bei mir klingeln beim Namen Edeka, neben der TV-Werbung "Wir lieben Lebensmittel" dagegen einige weitere Erinnerungen.
Der verwaiste Edeka in der Eifel
Da ist das kleine Schaufenster in einem Anbau in einem Haus in der Eifel, an dem wir vorbei fuhren, wenn wieder ein Besuch der inzwischen längt verstorbenen Eltern fällig war. In einem bestimmten Dorf ging es über einige verschlungene Nebenstraßen direkt als "Kurzstrecke" zum Dorfausgang. Und dann stand bereits das Schaufenster eines längst aufgegebenen Lebensmittelladens mit dem übrig gebliebenen Edeka-Schild vor einem. Hat sich in diesem kleinen Eifeldorf nicht getragen, genau wie die vielen Spar-Läden auf den Dörfern.
Hipper Edeka in Baden-Baden
Und dann war da ein Besuch bei unserem Sohn, der seit 2006 ganze 14 Jahre im Örtchen Bühl lebte. Er schleppte uns dann eines Tages in ein Einkaufscenter vor den Toren Baden-Badens und dort in einen Edeka-Laden; "Das müsst ihr euch ansehen". Es war ein riesiger Einkaufsmarkt, neu eröffnet, mit einem Angebot, was uns "erschlagen" hat. Die Fischabteilung war vom Angebot ein Gedicht und auch das restliche Angebot. Hat sonst noch kein Lebensmittelladen geschafft, dass wir zum Sight-Seeing vorbei gekommen sind.
Heute gibt es noch eine Liegestuhl, den wir in diesem Edeka als "Angebot" mitgenommen haben, in meinem Haushalt. Der Marktleiter erzählte, dass Edeka in Rhein-Main noch die Eröffnung vergleichbarer Läden plane.
Der Edeka im Taunus …
Als dann im Nachbarort im Taunus ein neuer Edeka eröffnet wurde, fuhren wir auf der Rückfahrt zu einem Ausflug auf den Feldberg im Taunus vorbei und statteten dem Edeka neugierig einen Kurzbesuch ab. Dort ist mir in Erinnerung geblieben, dass ich quasi vom Angebot erschlagen war. Ein fünf bis 10 Meter langes Regal mit Müslis, das Gleiche für irgendwelche Säfte, Nudeln und andere Waren. Was sollst Du da kaufen, schoss es mir durch den Kopf.
Beim letzten Besuch vor einigen Monaten (wieder auf der Rückfahrt von einem Ausflug in den Taunus) standen wir vor dem Gewürzregal und sahen ebenfalls "vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr". So kann ein Überangebot auch überfordern.


Herr Born, bitte! Interessanter Artikel, aber: "Markt-Leiter?" Eine Höhenauf- oder abstiegsvorrichtung, um in den Markt zu gelangen? Bei Ihrem Baujahr, Sie haben doch noch die Zusammensetzung von Substativen gelernt.
In diesem Zusammenhang passend: "Scheck-In Center". Kein Scherz.
https://www.scheck-in-center.de/
Edeka war für uns in der Schule immer eine gute Anlaufstelle, damals auch für die Großeltern sogar noch mit mobilem Verkauf, gibts heute alles leider nicht mehr in der Form.