Die NASA und die Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation (ISS) stehen erneut vor einen neuen, aber bereits altbekannten Problem. Im russischen Teil der Station gibt es wieder ein Leck, aus dem Luft ins All entweicht.
Die Internationalen Raumstation (ISS), deren Aufbau am 20. November 1998 mit dem Start des russischen 'Zara'-Moduls begann, kommt langsam in die Jahre. Ständig plagen Technik-Ausfälle die Betreiber. Ursprünglich sollte die ISS nur bis 2024 in der Umlaufbahn bleiben – ich hatte dies im Beitrag Jubiläum: 20 Jahre internationale Raumstation ISS kurz erwähnt. Nun wird ein Betrieb bis zum Jahr 2030 versucht.
Auch Lecks in den Modulen der Station sind immer wieder ein Thema – meist nichts dramatisches. Wenn die Station nicht dicht ist, entweicht Atemluft und die Vorräte müssen aufgefüllt werden. Über das Thema Lecks auf der Internationalen Raumstation (ISS) hatte ich ja bereits mehrfach hier im Blog berichtet. Die Links am Anhang verweisen auf entsprechende Artikel und Leckortung mit Teebeuteln.
Es gibt wohl wieder ein Leck
Mir ist die Information bereits vor einigen Tagen untergekommen, dass es wieder ein Leck auf der ISS gibt. Arstechnica hatte es zum 21. Mai 2026 auf dieser Webseite aufgegriffen.
Seit mehr als einem halben Jahrzehnt beobachten Ingenieure von Roskosmos und der NASA die Leckagerate eines kleinen russischen Moduls, das an der Raumstation angebracht ist und zu einem Andockport führt.
Das PrK-Modul ist im Wesentlichen ein Verbindungstunnel, der am "Swerda"-Servicemodul im russischen Teil der Raumstation angebracht ist. Die Ursache dieser Lecks – mikroskopisch kleine Risse in der Struktur – war bisher schwer zu lokalisieren und zu beheben.
Im Januar 2026 teilte die NASA mit, dass der Druck in diesem als PrK-Modul bezeichneten Segment nach mehreren Inspektionen und dem Auftragen von Dichtungsmasse einen "stabilen Zustand" erreicht habe.
Nun musste die NASA zum 1. Mai 2026 eingestehen, dass aus dem russischen Segment der Internationalen Raumstation erneut Luft ins All entweicht. Es handelt sich also um ein altbekanntes Problem, von dem die NASA kürzlich gehofft hatte, es sei behoben. Das ganze ist aufgefallen, nachdem russische Kosmonauten Fracht aus dem Frachtraumschiff Progress 95 entladen hatten. Roskosmos stellte einen "langsamen Druckabfall" im PrK-Modul fest.
"Die Teams führten eine Datenanalyse durch, die einen Verlust von etwa einem Pfund pro Tag ergab", zitiert ArsTechnica NASA-Sprecher Josh Finch. "Roskosmos ließ den Druck im Transfertunnel allmählich sinken, während die Rate überwacht wurde. Der Bereich wird nun auf einem niedrigeren Druck gehalten, wobei bei Bedarf kleine Nachdruckbeaufschlagungen vorgenommen werden. Es gibt keine Auswirkungen auf den Stationsbetrieb, und die NASA und Roskosmos stimmen die nächsten Schritte ab." Die FR hat dazu einen deutschsprachigen Artikel veröffentlicht.
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