Swift Weltraumteleskop wird abstürzen; Rettungsmission gescheitert

Es wird nicht klappen, die Rettungsmission für das Weltraumteleskop Swift. Nachdem der LINK-Satellit, der das Teleskop in der  Umlaufbahn anheben sollte, selbst in technische Probleme geraten ist, werden beide Objekte in der Erdatmosphäre verglühen.

Swift ist ein Forschungssatellit der NASA mit britischer und italienischer Beteiligung, der Gammablitze detektiert und untersucht. Der Satellit wurde 2004 in eine niedrige Erdumlaufbahn gestartet. Da der Satellit kein eigenes Antriebssystem besitzt, sinkt seine Umlaufbahn durch den Luftwiderstand der Hochatmosphäre stetig ab. 2026 drohte das Weltraumteleskop in der Atmosphäre zu verglühen.


Zeichnung des Neil-Gehrels-Swift-Observatorium der NASA, Quelle: Conceptual Image Lab des Goddard Space Flight Center der NASA

Die NASA wollte diesen Absturz vermeiden und hat binnen Rekordzeit von einem Jahr eine Rettungsmission geplant. Am 3. Juli 2026 startetet ein Raumflugkörper für die Rettungsmission Swift Boost (Missionsname LINK). Ein Raumschlepper sollte Swift einfangen, und dann die Umlaufbahn über das eigene Antriebssystem anheben. Ende Juli 2026 wurde dann bekannt, dass es Probleme mit dem Raumschlepper gibt. Der Swift Boost Raumschlepper ist zwar in einer Erdumlaufbahn gelangt und auf dem Weg zu Swift. Aber das Raumfahrzeug ist in einen Rotation geraden und konnte nicht wirklich kontrolliert werden.

Ich hatte im Beitrag Swift Rettungsmission LINK im All in Schwierigkeiten berichtet. Zwischenzeitlich kam dann Hoffnung auf, dass es doch noch mit der Rettung von Swift klappen könnte. Den Ingenieuren gelang es, die Rotation des Raumschleppers mit Lagekorrekturdüsen zu reduzieren. Nun hat die US-Raumfahrtbehörde NASA zum 19. August 2026 ein Status-Update veröffentlicht. Dort heißt es:

Aufgrund eines anhaltenden Problems bei der Lageregelung des kommerziellen Raumfahrzeugs geben die NASA und Katalyst Space  bekannt, dass das Raumfahrzeug LINK keinen [Swift]-Satelliten einfangen oder auf eine höhere Umlaufbahn bringen wird, um dessen wissenschaftliche Mission wie geplant zu verlängern.

Die Rettungsmission ist also technisch gescheitert und Swift wird zusammen mit LINK immer weiter absinken, bis die Reibung der oberen Atmosphärenschichten so hoch ist, dass die Raumfahrzeuge verglühen. Aber man führt weitere Tests aus. Dazu heißt es:

LINK wird jedoch weiterhin versuchen, Rendezvous- und Annäherungsmanöver mit dem Neil-Gehrels-Swift-Observatorium der NASA durchzuführen, um wichtige Fähigkeiten für die Zukunft der Weltraumforschung zu demonstrieren.

Vielleicht kann man noch was daraus lernen. Immerhin, man hat eine Rettung des Weltraumteleskops versucht.

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