Rätsel des Verschwindens von Pilotin Amelia Earhart weiter ungelöst

Das Rätsel um das Schicksal der Pilotin Amelia Earhart ist weiterhin ungeklärt. Die Flugpionierin war 1937 mit ihrem Navigator beim Versuch einer Weltumfliegung spurlos im Pazifik verschollen. Eine lange angesetzte eine Expedition zu einer kleinen Insel mit der vermuteten Absturzstelle konnte jetzt keine Klarheit bringen. Das sogenannte "Taraia-Objekt", das etwa die Größe von Earharts Electra hat, ist jedenfalls nicht das gesuchte Flugzeug.

Rückblick auf das Verschwinden von Amelia Earhart

Amelia Earhart, geboren am 24. Juli 1897 in Atchison, Kansas, USA, war eine Flugpionierin und Frauenrechtlerin. 1937 begab sich Amelia Earhart, die erste Frau, die alleine über den Atlantik flog, auf eine historische Mission. Mit ihrer Lockheed Electra Maschine wollte sie in Begleitung des Navigators Fred Noonan die Welt umrunden.

Nachdem sie mehr als 35.000 Kilometer zurückgelegt hatten, verschwanden die beiden Menschen kurz vor dem Ende ihrer Reise auf mysteriöse Weise über dem Pazifik. Sie mussten im Pazifik abgestürzt sein, da sie auf einer Insel, wo sie zum Tanken zwischenlanden wollten, nie erreichten.

Die Suche nach Amelia Earhart

Seit 1937 wird über den Verbleib Von Amelia Earhart und ihres Navigators gerätselt. Irgendwann hatte ich mal gelesen, dass auf der Pazifikinsel Nikumaroro Reste eines Menschen gefunden wurden, die Earhard zugeschrieben wurden. Aber spätere Besuche fanden nichts mehr vor, was auf Menschen hin deutete.

Auf Satellitenaufnahmen wurde von einigen Jahren das sogenannte "Taraia-Objekt", das etwa die Größe von Earharts Electra hat, in der Lagune der Insel entdeckt. Das Objekt im Meer war vorher unter dichter Vegetation verborgen, bis es durch einen Zyklon freigelegt wurde und nun eine genauere Untersuchung ermöglicht.

Im Blog-Beitrag Wird der Verbleib von Amelia Earhart endlich geklärt? hatte ich Anfang September 2025, von einem Plan berichtet, die Pazifik Insel Nikumaroro zu besuchen und nachzuschauen, ob das "Taraia-Objekt" das gesuchte Flugzeug ist.

Das "Taraia-Objekt" ist kein Flugzeug

Die Expedition hat sich um ein Jahr verzögert, fand aber die letzten Wochen statt. Das Ergebnis ist jedoch enttäuschend für Leute, die endlich das Rätsel der verschwundenen Pilotin und ihres Flugzeugs geklärt haben wollten. Die Expedition konnte das "Taraia-Objekt" in der Lagune vor der Insel untersuchen. Es handelt sich um angeschwemmte Baumstämme, die entsprechend zu liegen kamen. Von einem Flugzeug keine Spur.

Das teilte die Universität von Purdue die Tage mit. Die "Taraia Object"-Expedition teilte am Montag, den 19. Oktober 2026, bekannt, dass sie keine schlüssigen Beweise gefunden habe, um die Hypothese zu bestätigen, dass sich Wrackteile von Amelia Earharts Lockheed Electra 10-E in einer Lagune auf einem abgelegenen Atoll im Südpazifik befänden.

Die auf der Taraia-Halbinsel auf Nikumaroro gesammelten Beweise bestätigten, dass es sich bei der visuellen Anomalie, die erstmals 2020 auf Satellitenbildern zu sehen war, wahrscheinlich um eine Ansammlung großer Bäume handelte, die entlang der Sandbank der Halbinsel abgelagert worden waren. Als das Team am Fundort eintraf, war ein Großteil der Trümmer bereits zerfallen und weggespült worden, sodass nur noch ein einziges Y-förmiges Segment übrig war – ein Bruchteil der ursprünglichen Größe der Anomalie, die auf den Bildern zu sehen war, als die "Taraia-Objekt"-Hypothese entwickelt wurde.

Die reflektierende Oberfläche des Fragments, die lange Zeit mit der Annahme in Verbindung gebracht wurde, das Objekt bestehe aus einer metallischen Substanz, war auf seine Karbonatschicht zurückzuführen. Andere vom Team gefundene Gegenstände waren ebenfalls mit einer glänzenden, verfestigten Mischung aus Korallensand überzogen.

Die "Taraia Object"-Expedition hat aber im Rahmen ihrer archäologischen Untersuchungen sowohl auf See als auch an Land zahlreiche Artefakte gefunden. Darunter ein etwa 30 Zoll langes Stahlrohr, das in der Lagune nahe der Taraia-Halbinsel entdeckt wurde. Diese Funde werden weiterhin untersucht, da sie zusätzliche Belege für eine zentrale Prämisse der "Taraia-Objekt"-Hypothese liefern könnten: Objekte, die über die Tatiman-Passage – den natürlichen Kanal des Atolls zum Pazifik an seiner Westseite – in die Lagune gelangen, können diese durchqueren und sich entlang der Taraia-Halbinsel ablagern, die direkt gegenüber der Passage als Auffanggebiet fungiert.

Zwar konnte die Expedition keinen "eindeutigen Beweis" finden, der Earhart mit Nikumaroro in Verbindung bringt. Doch bekräftigte das Team seine gemeinsame Überzeugung hinsichtlich der umfassenderen "Schiffbrüchigen-Hypothese". Diese Theorie, die seit den 1980er Jahren von der "International Group for Historic Aircraft Recovery" entwickelt wurde, besagt, dass Earhart und Noonan nicht ins Meer stürzten, sondern auf dem Riffplateau des abgelegenen Atolls landeten und dort gestrandet waren. n-tv hat diesen deutschsprachigen Beitrag zum Thema veröffentlicht, auf den ich gestern gestoßen bin.

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