Mit dem Start des 9-Euro-Tickets war ja auch ein Ansturm an Tagestouristen auf der Nordsee-Insel Sylt befürchtet worden. Die Touristen kamen – und mit darunter – auch ein paar Punks – so um die 80. Die haben die Gelegenheit genutzt, einen Ausflug für 9 Euro auf die Insel zu machen. Vom "Untergang des Abendlandes" konnte man dann in den Medien lesen …
Also, ich finde es gut: Wenn die Brilli Proleten auf Sylt einfallen, warum sollen nicht auch ein paar Punks auf Kampen oder andernorts ein paar farbige Akzente setzen. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland hat diesen Artikel zum Aufenthalt der "besonderen Gäste" auf der Ferieninsel veröffentlicht.
Obiger Tweet zeigt, wie die Jungs sich mit Flunky-Ball in der Fußgängerzone von Westerland amüsieren – ganz ruhig, die wollen doch nur spielen. Auf Twitter ist das Ganze ein Ereignis, wie sich hier nachlesen lässt. Kreativ sind die Jungs und Mädels aus der Szene auch noch – das Bier lässt man sich von Amazon an eine lokale Packstation liefern.
Gecampt wird am Strand – mit Schlafsack – und die Leute wollen im Anschluss sogar den Strand sauber machen – versprochen.
Solange es friedlich bleibt, ist doch alles gut. Was man so liest, war das bisher so – die Polizei ist ganz cool – und dass da etwas lauter gefeiert wurde, kennt man aus anderen Ecken – also außerhalb der Punker-Szene – von Sylt, jedenfalls was man so hört. Nur einer hat es nicht bis Sylt geschafft und pichelt sich in München die Hucke voll – wohl den falschen Zug genommen oder nicht zum Bahnhof gekommen, sondern im Biergarten hängen geblieben.






Die Bild-Zeitung hat doch gerufen, also haben sie die Einladung angenommen. Ich habe viele Punks bisher als sehr verantwortungsbewusst, freundlich, offen kennengelernt, aber andererseits stören die vielleicht diejenigen, die in Ruhe ihre frisch in Marokko gepuhlten Nordseekrabben essen und dazu einen Sektchen trinken wollen :)
Jedenfalls finde ich es gut. Mir ist allerdings die Fahrtzeit zu lang…