Viele Supermärkte lassen ihre Parkplätze von Parkraumbewirtschaftern betreiben. Geld verdienen diese über "Vertragsstrafen" bei Parkverstößen. Es ist ein Ärgernis für Kunden, und vor allem teuer – speziell, wenn Fehler passieren. Hilft "eine Abstimmung mit den Füßen", also einfach woanders einkaufen gehen?
Es ist einfach ein Ärgernis, welches seit Jahren um sich greift. Viele Supermärkte lassen ihre Parkplätze von Parkraumbewirtschaftern betreiben. Geld verdienen diese über "Vertragsstrafen" bei Parkverstößen. Ich hatte das Thema hier im Blog ja bereits in diversen Artikeln aufgegriffen (siehe Links am Artikelende).
Bei manchen Supermärkten kann ich es verstehen, wenn deren gemietete Parkplätze durch "Nicht-Kunden" für Kunden blockiert werden. Wir haben einen Denns-Biomarkt mit wenigen Parkplätzen, die dieser Markt beim Hauseigentümer angemietet hat. Aber die Parkplätze waren durch Besucher von Ärzten etc. im Nachbarhaus ständig belegt. Seit der Parkraumbewirtschaftung ist es besser geworden.
Gegenbeispiel ist ein Aldi im Stadtteil, Parkplatz ohne Ende, aber durch Fairparken bewirtschaftet. Dieser Aldi ist eigentlich nur noch im "Notfall" Anlaufstelle – wir fahren zum Nachbarort, wo der Aldi viel Parkfläche, und ohne Parkraumbewirtschaftung, bereitstellt. Ähnlich halten wir es mit anderen Supermärkten und Anbietern.
Es kommt meiner Meinung nach auf "Augenmaß" an – unter dem Strich erkenne ich beim Thema aber ein "Geschäftsmodell" der Parkraumbewirtschafter, mit dem Millionen mit Autofahrern umgesetzt werden.
Woanders einkaufen, aber den Markt informieren
Zufällig ist mir heute auf Focus-Online der Beitrag Frust auf Supermarkt-Parkplatz Privatfirmen kassieren ab – ADAC rät: Zahlen Sie nicht blind untergekommen, in dem es um obiges Thema get. Der ADAC rät laut Artikel Betroffenen, Forderungen nicht vorschnell zu bezahlen. Entscheidend sei es, die Forderungen genau zu überprüfen und folgende Fragen zu beantworten:
- War die Beschilderung klar erkennbar?
- Waren Vertragsbedingungen verständlich formuliert?
- Handelt es sich um eine Vertragsstrafe oder um eine Inkassoforderung?
- Ist die Höhe der Forderung nachvollziehbar?
- Wurden Parkdauer oder Fristen korrekt dokumentiert?
In der Leserdebatte zeigt sich der Ärger der Menschen, was Focus-Online im Artikel Debatte zu Supermarkt-Parkplätzen „Einfach woanders einkaufen, aber vorher den Markt informieren" aufgegriffen hat. Der Titel zeigt bereits den Tenor: Wenn Alle mit den Füßen abstimmen und dem Markt das mitteilen, kommt zumindest die Botschaft an. Mit 26 Prozent Anteil zeigen viele Leser, dass sie auf die im Artikel beschriebenen Parkstrafen mit dem Mittel des Boykotts reagieren. Wie hält es die Leserschaft bezüglich dieser Frage?
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