China: Gestohlener Promi Border Collie "Chutou" landet auf Speisekarte

Das wird Tierfreunde nicht begeistern: In China wurde ein prominenter Border Collie mit Namen "Chutou" gestohlen und für umgerechnet 23 Euro an ein Restaurant verkauft, wo das Tier auf der Speisekarte landete.

Mir steht immer noch eine Filmszene vor Augen, wo jemand seinen Hund sucht und vor einem China-Restaurant steht. Der Koch erklärt: "Wir essen keine Hunde". Der Film spielte in Norddeutschland.

Der Hund des chinesischen Reisebloggers

Szenenwechsel: Chutou war ein 8 jähriger Border Collie, der dem chinesischen Reise-Blogger Guo gehörte. Der Hund genoss einen prominenten Status, weil der Besitzer diesen in sozialen Netzwerken auf Fotos und Videos zeigt. Chutou hatte wohl Millionen Follower auf chinesischen Social Media-Plattformen.

Der Reise-Blogger Guo war auf einer Reise in Georgien und hatte den Hund in der Obhut seiner Eltern gelassen. Am 11. Mai 2026 stellt der Vater des Reisebloggers fest, dass der Hund verschwunden war, wie South China Morning Post berichtet. Eine Überwachungskamera hatte aber aufgezeichnet, dass zwei Fremde den Hund gestohlen und auf einem Elektro-Scooter mitgenommen haben.

Der Reiseblogger brach die Reise ab und machte sich auf die Suche nach dem Hund. An Hand der Kameraaufzeichnung ließ sich der Dieb ausfindig machen. Der Dieb behauptete zuerst, der Hund wäre ihm zugelaufen. Da das Tier aber eine Marke trug, und auf privatem Grund gestohlen wurde, war klar, dass es nicht herrenlos war.

Hundedieb gestellt

Obiger Tweet auf X zeigt mutmaßlich die Szene, in dem der Reiseblogger den Dieb des Hundes stellt.

Ende auf der Speisekarte, kein Schutz für Tiere

Eigentlich wollte der Reiseblogger das Tier zurück kaufen und bot dem Dieb umgerechnet knapp 1.300 Euro. Nützte ihm wenig, denn der Dieb hatte den Border Collie für umgerechnet 23 Euro an ein chinesisches Restaurant verkauft. Der Hund war dort auf der Speisekarte gelandet. So viel zu "wir Chinesen essen keine Hunde" – einige Städte wie Shanghai haben den Verzehr von Hunden wohl verboten – aber das ist nicht in ganz China so.

Ende der Geschichte: Der Dieb ging straffrei aus, denn in China gibt es keine gesonderten Gesetze zum Schutz von Haustieren. Streitigkeiten um Haustiere werden im Rahmen zivilrechtlicher Schadensersatzklagen geregelt, die ab rund 250 Euro Wert bei Diebstahl greifen). Auf Focus Online ist die obige Geschichte auf Deutsch hier erschienen, während der umfangreichere Artikel der South China Morning Post auf Englisch veröffentlicht wurde.

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