Heute mal ein paar Zeilen rund um das Thema Olivenöl. Stiftung Warentest hatte zu Jahresanfang Öle getestet und fand den Großteil enttäuschen. Zudem stellt die Lebensmittelüberwachung Baden-Württemberg starke Qualitätsmängel und gepatchte Olivenöle fest.
Das Thema ist mir gleich über zwei Wege untergekommen. Die Woche hat Aldi ein Lyttos Olivenöl im Angebot – was mir beim Blättern im Prospekt aufgefallen ist.

Ich habe dann sofort geschaut, ob dieses Öl irgendwo getestet oder bewertet wurde. Es gibt die Aussage, dass das Öl schon mal gut getestet wurde.
Andererseits bin ich auf den Bericht von test.de gestoßen, der das Öl nur befriedigend einstufte. Das Ganze bezieht sich wohl auf diesen Testbericht von Stiftung Warentest, der aber nicht vollständig abrufbar ist. Der Tenor ist, dass "gute Olivenöle" immer schwieriger zu finden seien. Angeführt wird auch der Klimawandel, der es wärmer werden lässt und zu qualitativ schlechteren Ernten bzw. Olivenölen führt.
Ökotest zu Olivenölen
Interessant ist aber ein Testbericht zu Olivenölen von Mai 2026 von Ökotest. Auch in diesem Testbericht gibt es viele Ausreißer nach unten. Schadstoffe und Pestizid-Rückstände in Olivenölen sind ein Thema. Der Merkur hat in diesem Artikel die neuesten Bewertungen von Ökotest zu Olivenölen veröffentlicht. Dort schnitt das Aldi Bio-Olivenöl im Frühjahr 2026 nicht schlecht ab. Allerdings war das nicht das oben erwähnte Lyttos Olivenöl im 2 Liter Kanister.
Jetzt war ich so schlau wie vorher. Problem ist auch: Wenn das Olivenöl nicht schmeckt, habe ich einen 2 Liter-Kanister im Keller. Aus dieser Erfahrung beziehen wie unser Olivenöl seit Jahren von einer bestimmten Marke aus Griechenland direkt. Daher habe ich noch 10 Liter, die ich per Direkt-Import aus Griechenland beziehe, im Keller stehen – reicht noch bis Herbst oder Jahresende, wobei das in einer anderen Preisklasse als das Aldi-Angebot liegt.
Qualitätsmängel bei Olivenölen
Dann ist mir das Thema Olivenöl kürzlich über diesen n-tv-Artikel untergekommen. Es werden gepanschte Olivenöle über kleine Händler und Gastronomen in Umlauf gebracht. Der n-tv-Artikel bezieht sich auf den Beitrag Olivenöl im Fokus: Betrug und Verunreinigungen bedrohen die Qualität der Lebensmittelüberwachung Baden-Württemberg. Der Tenor der Prüfen: In den letzten Jahren häufen sich die Berichte über Verfälschungen von Olivenöl zunehmend. Dies spiegelt sich auch in den Untersuchungen der Lebensmittelüberwachung wider. Neben Verfälschungen mit anderen Speiseölen (Sonnenblumenöl) rücken vermehrt Verunreinigungen mit Prozess- und Umweltkontaminanten, wie Mineralöl, in den Fokus.
In den Jahren 2024 und 2025 wurden insgesamt 534 Olivenöle untersucht, von denen laut Kennzeichnung 473 Öle zur höchsten Güteklasse „nativ extra" gehörten. Die Beanstandungsquote stieg von 38 % im Jahr 2024 auf 43 % im Jahr 2025. Der Großteil der Beanstandungen betraf Mängel hinsichtlich der Kennzeichnung und Bewerbung, einschließlich nährwert- und gesundheitsbezogener Angaben.
Besonders auffällig ist dabei die starke Zunahme von Verfälschungen mit billigen Fremdölen, schreiben die Prüfer. Während die Zahl der Proben, welche allein aufgrund von Kennzeichnungsmängeln beanstandet wurden, in den beiden letzten Jahren nahezu konstant bei etwa 27 % blieb, stieg die Anzahl der irreführend bezeichneten Proben von 10 % im Jahr 2024 auf 18 % im Jahr 2025 an.
Das Fazit: Die Beanstandungsquote von Olivenölen bleibt mit durchschnittlich 40 % im Jahr 2025, wie in den Vorjahren auch, auf einem weiterhin sehr hohen Niveau. Während in den Vorjahren die hohe Anzahl an Beanstandungen hauptsächlich auf Kennzeichnungsmängel zurückzuführen war, hat sich dies vor allem im Jahr 2025 grundlegend geändert. In diesem Jahr wurden 18 % der Proben, also fast jedes fünfte Olivenöl, als „irreführend" beurteilt, was überwiegend auf eine große Anzahl an verfälschten Olivenölen zurückzuführen war. Die Daten zeigen jedoch auch, dass die getroffenen Maßnahmen der Behörden Wirkung zeigten und die Anzahl an verfälschten Proben gegen Ende des Jahres wieder rückläufig ist.


@Günni schreibt: "10 Liter, die ich per Direkt-Import aus Griechenland beziehe, im Keller stehen – reicht noch bis Herbst".
Kochst Du nur mit Olivenöl? Ich glaube 10 Liter Öl (egal ob Oliven- oder anderes Öl) brauchen wir zu zweit nicht einmal pro Jahr!
Mit Olivenöl kocht man nicht – und wir kommen mit 15 Liter kein ganzes Jahr.