Discounter, Supermärkte und viele Händler setzen mittlerweile auf auf Apps, mit denen Kunden Rabatte auf gewisse Angebote gewährt wird. Irgendwie finde ich es nervig, an jeder Ladentheke nach der Rabatt-App gefragt zu werden. Inzwischen läuft sogar eine Klage gegen Lidl wegen der Rabatt-App. Und dann halten die Selbst-Scanner-Kassen im Handel immer mehr Einzug, wo man als Kunde den Einkauf scannen und bezahlen soll. Heute ein kleiner Beitrag rund um dieses Themenspektrum.
Rabattmarken war gestern …
Die meisten Leser werden sich noch an die sogenannten Rabatt-Märkchen erinnern, die es früher im Supermarkt ab. Mit vielen Rabattmarken, eingeklebt in eine Karte, konnte man dann irgend einen Unsinn gegen Zuzahlung bekommen. Über die Jahre gab es dann noch Kärtchen zu Fußballern oder anderen Sachen für die Kinder etc.
Heute setzt jeder Supermarkt und fast jeder Händler auf seine eigene Einkaufs-App, wo dann auch Rabatte gewährt werden. Kürzlich berichtete mir meine Frau beim Mittagessen das Erlebnis beim Wocheneinkauf in einem Lebensmittelladen. Vater war mit jüngerer Tochter im Markt unterwegs, und die junge Dame war ständig am jammern "Papa, wenn wir das und das kaufen, sparen wir so und so viel über die App". Laut meiner Frau ließ sich der Vater aber nicht erweichen, irgend etwas außer der Reihe zu kaufen, egal, welchen Rabatt die App vorschlug.
Die Episode zeigt aber, wie die junge Generation durch den Handel konditioniert wird und auf solche Apps fliegt, weil es Rabatt gibt. Wir haben hier im Haushalt eine einzige dieser Apps, vom Biohändler Denns. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte die Denns-Familienkarte, wo Einkaufspunkte drauf gut geschrieben werden konnten, bleiben können. Hat bei uns im Jahr so um die 100 Euro Gutschriften ergeben.
Heute bewundere ich meine Frau, die vor dem Einkauf beim Denns Biomarkt in der App die Angebote durchgeht und ggf. aktiviert, um die Gutschrift an der Kasse zu bekommen. Wäre mich alles viel zu nervig.
Generell finde ich es ein gewisses Problem, dass die Händler alle ihre eigenen Apps für Angebote bereitstellen. Nur Aldi will keine Rabatte per App gewähren, sondern gibt die Preise für alle Kunden vor. Einmal gäbe es eine Inflation an Händler-Apps auf dem Smartphone. Zudem wollen die Händler natürlich die Daten des Kunden abgreifen, um dessen Einkaufsgewohnheiten zu ermitteln und den Kunden zu binden. Im Frühjahr 2026 habe ich hier gelesen, dass Verbraucherschützer gegen die Lidl Plus-App klagen, da Kunden nur gegen Weitergabe ihrer Daten die Rabatte der App nutzen können. Wie halten Sie es mit den zahlreichen Einkaufs- und Rabatt-Apps im Handel? Links liegen lassen, oder alles mitnehmen?
Die Krux mit den Selbstscanner-Kassen
Ein anderes Thema sind die immer häufiger anzutreffenden Selbstscanner-Kassen im Handel. Als Kunde füllst Du deinen Einkaufwagen, legst die Ware aufs Band und darfst bezahlen und die Ware wieder einräumen. Nun kommt es in vielen Läden zu Engpässen beim Personal, so dass die Firmen sogenannte Selbstscanner-Kassen aufstellen. Als Kunde oder Kundin darf ich dann die Waren auch noch selbst scannen und anschließend bargeldlos bezahlen.
Bei Produkten mit Barcode geht das ja noch halbwegs problemlos. Aber sobald Obst, Brötchen, Backwaren oder ähnliches gekauft werden, fängt die Sucherei an den Kassendisplays an "welches Brötchen ist es nun?". Fehler gehen immer zu Lasten des Kunden. Und ohne den QR-Code auf dem Kassenbon kommt man an der Schranke am Ausgang nicht vorbei.
Meist muss auch ein Mitarbeiter des Ladens im Kassenbereich darüber wachen, dass auch bezahlt wird. Waren wie Zigaretten oder Alkohol, die eine Alterskontrolle erfordern, benötigen sowieso eine Freigabe an der Kasse durch das Personal. Und wenn was schief geht, läuft die Kasse auf Störung und man muss wieder aufs Personal warten. Ich nutze diese Kassen gelegentlich, wenn ich nur 1 oder 2 Teile gekauft habe, fluche aber regelmäßig über diese Terminals und deren Bedienung. Kürzlich hatte ich im Blog-Beitrag Self-Service und Supermarktkassen: Wie störanfällig sind die EC-Kartenterminals? nach Erfahrungen gefragt – mit durchaus gemischten Rückmeldungen. Wie wird das von Ihnen gesehen? Tolle Sache, oder "wieder etwas an Komfortverlust im Handel"?


Ich habe keine dubiosen "Apps" auf meinem (schon betagten) Smartphone. Da kommen auch keine drauf. Ich nutze es weder zur Bezahlung noch für Banking. Ich surfe damit auch nicht im Internet. Ortungsdienste und Bluetooth sind aus, iCloud wird nicht genutzt.
Ich hatte auch nie eine Paybackkarte oder Ähnliches. Kartenzahlung versuche ich zu vermeiden, aber oft geht es leider nicht anders, zumal ich auch ungern größere Mengen Bargeld mit mir führe. Ja, da bin ich auch bequem.
Selbstbedienungskassen… ich habe neulich zum ersten Mal eine gesehen, die Bargeld annimmt (bei Kaufland). Hat sogar funktioniert. Das wäre bei drei Teilen und einer langen Schlange daher überlegenswert. Der Zeitvorteil wäre allerdings zunichte gemacht, wenn sie genau dann haken würde.
Spannend, sie nutzen ihren TaschenComputer also tatsächlich nur als Telefon, richtig?
Eine vermutlich nicht ganz ernst gemeinte, trotzdem aber interessante Frage, die ich neulich irgendwo las: Warum bekommen Kunden, die die SB-Kasse benutzen, eigentlich keinen Mitarbeiter-Rabatt?
Den bekommen sie, wenn sie auch noch die Regale selbst einräumen.
Ja wer kennts nich – hammse Lidl pluus? Edeka App? PayBack Caard? ARGH!
Ich habe nur die Lidl App – für ab und an eine Käselaugenstange gratis,
die SB Kassen wären ein Fortschritt, wenn ich als erwachsener Mann damit auch mein blödes Bier bezahlen könnte!
Und während dann die SB Kasse gesperrt ist und weit und breit kein Mitarbeiter kommt, geht es plötzlich an der normalen Kasse schneller.
Aber mir ist bewusst, dass dank Personalmangel die Mitarbeiter lieber Regale einräumen als abzukassieren.
Und nebenbei – nein, man rettet keine Jobs, wenn man SB Kassen verweigert und nur mit Bargeld bezahlt.