Es ist eine unglaubliche Geschichte, die sich im baltischen Staat Litauen ereignet hat. Ein Landwirt hat eine über fünf Tonnen schwere Kirchenglocke aus seinem Feld geborgen. Diese war im zweiten Weltkrieg dort vergraben worden.
Die Begebenheit, die sich bereits 2024 ereignete, ist an mir vorbei gegangen. Ich bin die Tage über einen Post und ein darin eingebettetes Video darauf gestoßen (einfach auf das nachfolgende Bild klicken, um den Post und dann das Video anzuzeigen).
Der englischsprachige Text besagt, dass ein litauischer Landwirt bei der Feldarbeit eine Kirchenglocke, die 82 Jahre lang vergraben gewesen war, entdeckt habe. Die 1908 gegossene Glocke sei 1942 von den Einheimischen vergraben worden, um sie vor den sowjetischen Truppen zu schützen, die Kirchenglocken zu Waffen einschmolzen. Sie kam vollkommen unversehrt aus dem Boden zum Vorschein.
Nette Geschichte mit einigen Fehlern. Einmal wurde die Glocke nicht vor sowjetischen Truppen in Sicherheit gebracht und im Feld vergraben (es ging die Geschichte "vor Stalin in Sicherheit gebracht" um). Sondern die Glocke wurde vergraben, um zu verhindern, dass sie von der deutschen Wehrmacht eingeschmolzen wurde. Denn 1942 war nicht absehbar, dass die Rote Armee in Litauen einmarschiert.
Und der Landwirt hat auch nicht "die Glocke einfach so in seinem Feld gefunden", wie der Post glauben machen möchte. Die restlichen Daten (Glocke 1908 gegossen) scheinen zu stimmen.
Ich habe beim Schreiben dieses Artikel ein wenig recherchiert und bin auf den Beitrag Ein unglaublicher Fund eines Bauern im Bezirk Kupiškis – die legendäre Antasava-Glocke der Seite AGROBite aus August 2024 gestoßen. Dort wird der Hintergrund offen gelegt: Die Glocke gehörte zur Kirche St. Hyazinth (Jack) in Antašava, Litauen. Sie wurde während des Krieges (es werden sowohl der erste als auch der zweite Weltkrieg genannt) von den Gemeindemitgliedern in einem Feld vergraben.
Im Laufe der Zeit ging die Information, wo die Glocke in der Erde liegt, in der Erinnerung der Gemeinde verloren (möglicherweise sind die Wissenden verstorben). Laut obigem Beitrag wurde eine Frau gefunden, die den betreffenden Ort benennen konnte. Und der Landwirt, dem das Feld gehörte, hat dann geforscht, die Glocke gefunden und geborgen.


