Glucosamin könnte Alzheimer-Risiko erhöhen

Gesundheit (Pexels, frei verwendbar)Beunruhigender Verdacht, den eine Studie offen gelegt hat. Glucosamin, ein Nahrungsergänzungsmittel, das häufig bei Gelenkbeschwerden als Mittel eingenommen wird, könnte eine schlimme Nebenwirkung haben. Eine neue Studie legt nahe, dass die Einnahme von Glucosamin das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um 25 % erhöht.

Glucosamin ist zwar ein natürlicher Aminozucker, der vom Körper selbst produziert wird und ein wichtiger Baustein für Knorpel, Bindegewebe und Gelenkflüssigkeit ist. Als Nahrungsergänzungsmittel wird es häufig zur Linderung von Arthrose-Symptomen (insbesondere im Kniegelenk) und zur Unterstützung des Knorpelaufbaus eingesetzt.

In den bisher veröffentlichten Gutachten zu mehreren bei der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eingereichten gesundheitsbezogenen Angaben für Glucosamin als Lebensmittelinhaltsstoff stellte die Behörde fest, dass keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege über eine Wirksamkeit bei der gesunden Allgemeinbevölkerung vorgelegt wurden.

Risiko Alzheimer durch Glucosamin?

Glucosamin ist weltweit aber eines der meistverkauften Nahrungsergänzungsmittel gegen Gelenkschmerzen. Eine neue Studie aus den USA wirft aber eine beunruhigende Frage auf. Wissenschaftler der University of Florida (UF) haben in einer Untersuchung Hinweise gefunden, dass Glucosamin das Risiko für Alzheimer erhöhen könnte.

Das Team um Studienautor Ramon Sun wertete elektronische Gesundheitsakten von UF Health aus dem Zeitraum 2012 bis 2024 aus. Erfasst wurden Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung sowie mit Alzheimer oder verwandten Demenzen.

Das Ergebnis ist beunruhigend: Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung, die Glucosamin einnahmen, hatten eine um 25 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, später an Alzheimer oder einer verwandten Demenz zu erkranken, als Leute, die dieses Präparat ohne dieses Mittel nicht einnahmen. Bei Patienten mit bereits bestehender Alzheimer-ähnlicher Demenz stieg das Sterberisiko ebenfalls um 25 Prozent.

Die Studie ist im Fachjournal Nature Metabolism erschienen. Medien wie die Frankfurter Rundschau haben über diese Erkenntnisse berichtet. Man muss derzeit allerdings anmerken, dass das alles nur ein Indiz und ein Verdacht ist. Aufklärung können wohl nur weitere Studien liefern, die andere Faktoren als Ursache ausschließen.

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