Auch nach 14 Jahren ist der alternde Mars-Rover Curiosity noch für Überraschungen gut. Er hat kürzlich "kleine Gruben" auf der Marsoberfläche fotografiert, die wir "Fußspuren" aussehen. Verursacht werden diese Löcher durch Verwitterungsprozesse.
Ich bin zufällig über den Artikel Neue Mars-Rätsel: Curiosity stößt auf ungewöhnliche Gruben bei heise auf den Sachverhalt gestoßen. Dort ist von seltsamen Gruben die Rede, die der Rover fotografiert habe, und die sich chemisch vom umgebenden Gestein abheben. Allerdings gab es dort keine Fotos und der Text ließ mich doch etwas ratlos zurück.
Grube oder Fußabdruck auf dem Mars; Quelle: NASA gemeinfrei
Bei einer kurzen Suche bin ich dann auf den Blog-Beitrag Curiosity Blog, Sols 4988-4994: More New Tricks for an Old Dog vom 21. August 2026 gestoßen, der mit obigem Foto mehr Licht ins Dunkel brachte.
Auch nach 14 Jahren, hält der Mars Überraschungen für die Wissenschaftler bereit, die die Fotos und Daten von Curiosity auswerten. Bei der Auswertung von Aufnahmen, die der Rover Curiosity auf Mount Sharp anfertigte, stießen die Wissenschaftler auf breite, flache Gruben (wie die auf dem Bild oben), die über das Grundgestein verstreut sind.
Gruben seien keine Seltenheit auf der Marsoberfläche, erklärt die NASA. Wenn widerstandsfähige Knollen oder Kieselsteine aus ihrem Muttergestein verwittern, hinterlassen sie einen Hohlraum. Doch die Gruben, die nun auf dem Mars fotografiert wurden, waren viel breiter und flacher als frühere Formationen und wiesen keine offensichtlichen Objekte auf, die sich einst in den Gruben befunden hatten.
Die auch als "Fußspuren" bezeichneten Gruben in den beiden Untersuchungsgebieten unterscheiden sich von allem, was die Wissenschaftler bisher gesehen haben. Mittels MAHLI und der Mastcam wurden diese Formationen genauer untersucht. Die Instrumente erstellten Stereomosaike sowie eng überlappende Bildersätze, aus denen sich ein digitales Höhenmodell ihrer Struktur erstellen lässt.
Die Mastcam fotografierte und die ChemCam rasterte komplexe Schichtpakete ab. Deren Textur und Struktur änderte sich bereits bei geringen vertikalen Höhenunterschieden. Dies könnte ein Hinweis auf Veränderungen der Ablagerungsbedingungen sein, die in unmittelbarer Nähe zueinander festgehalten wurden, schreiben die Wissenschaftler.
ChemCam, MAHLI und APXS analysierten graue, raue, widerstandsfähige Schichten, die sich vom umgebenden Grundgestein unterschieden und wahrscheinlich auf eine andere chemische Zusammensetzung hindeuten. ChemCam untersuchte einen der grauen Findlinge (wie den kleinen, losen Kieselstein im Bild oben), die in unterschiedlicher Weise über die Arbeitsbereiche verstreut waren, um die Herkunft dieser Steine zu ergründen.
Bisher gibt es aber noch keine wirkliche Erklärung, was die kleinen Vertiefungen oder Gruben auf der Marsoberfläche erzeugt haben könnte.
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