Maut-Knöllchen mit Inkasso-Abzocke beim Italien-Urlaub vermeiden

VW-KäferIch kippe mal ein Thema hier in den Blog, das jährlich deutsche Urlauber nach ihrer Rückkehr aus "Bella Italia" trifft. Wochen nach dem Urlaub in Italien mit dem eigenen Auto trudelt eine saftige Inkassoforderung von einem Anwalt ein. Der Vorwurf lautet, dass der PKW-Besitzer eine Autobahn in Italien befahren und die Maut nicht entrichtet hat.

Ich war ewig nicht mehr in Italien, erinnere mich, dass es früher recht einfach war: Benzin war teuer (eine Zeit lang gab es Gutscheine vom ADAC für Urlauber, um günstiger tanken zu können) und auf der Autobahn hast Du bei der Auffahrt ein Ticket gezogen. Bei der Abfahrt gab es ein Kassenhäuschen, wo dann die Gebühr bezahlt werden konnte bzw. musste. Doof war lediglich, wenn man sich verfahren hat und auf eine Maut-pflichtige Autostrada geriet, dann also ungeplant löhnen musste.

Kassenhäuschen für Maut gibt es nicht mehr

Inzwischen hat der "Fortschritt" in Italien Einzug gehalten, der dann deutsche Urlauber in die Mautfalle tappen lässt.

Elektronische Fahrzeug- und Mauterfassung

Die früher üblichen Maut-Zahlstellen an den Zu- und Abfahrten von Maut-pflichtigen Autobahnen mit den Schranken und Kassenhäuschen gibt es nicht mehr. Auf vielen Autobahnen weisen nur kleine Schilder auf die Mautpflicht hin. Alle Kennzeichen werden bei der Auffahrt auf eine mautpflichtige Straße erfasst und auch die Abfahrt wird registriert. Dann muss die Mautgebühr binnen 15 Tagen per Internet überwiesen werden – weiß der deutsche Urlauber vielleicht nicht.

ADAC-Hinweise zur Maut in Italien

Der ADAC gibt in diesem Artikel einen guten Überblick zum Thema Maut in Italien. Zudem wird vom ADAC die "Mautbox" für das Auto zum Kauf angeboten, die für vier Länder gilt und die Begleichung von Mautgebühren erleichtert.

Maut nicht gezahlt, Post vom Anwalt

Der Artikel Perfide Maut-Falle in Italien: So vermeiden Sie das Autobahn-Knöllchen nach dem Urlaub vom Fokus, den ich die Tage in meiner Themensammlung gefunden habe, ist zwar bereits von August 2025. Aber hey, die Deutschen fahren halt jedes Jahr in Urlaub und manchmal auch nach Italien. Da ist das Thema auch mit beginnender Urlaubssaison wieder auf der Agenda.

Der Focus-Beitrag thematisiert ein altes Problem: Deutsche Urlauber bleiben im Mautdickicht Italiens hängen und prellen unbewusst die fällige Mautgebühr – oft nur wenige Euro – weil sie Mautschilder übersehen, eine Aufforderung zum Zahlen der Maut auf einem Kassenaufdruck übersehen oder von der Zahlungspflicht per Internet schlicht nichts mitbekommen haben.

Dann flattert oft nach Monaten oder Jahren ein Anwaltsschreiben in den Briefkasten des PKW-Halters, in dem die Mautgebühr samt einem Inkassozuschlag von 30 Euro und mehr eingefordert wird. Anwalt Alessandro Tedesco aus Reutlingen treibt die berechtigten Forderungen im Auftrag italienischer Autobahngesellschaften in Deutschland ein und spricht gegenüber dem Focus von bis zu 10.000 Fällen, die in seiner Kanzlei liegen.

Der Focus hat im Artikel Perfide Maut-Falle in Italien: So vermeiden Sie das Autobahn-Knöllchen nach dem Urlaub Fälle von Betroffenen aufgeführt, die nach Jahren Post erhielten. Forderungen von 10 – 20 Euro haben sich dann durch Gebühren kräftig erhöht. Im Artikel werden auch die häufigsten Fallen aufgeführt, in die Italien-Urlauber tappen, wenn sei mit dem eigenen Auto unterwegs sind. Von "Mautschild und Zahlpflicht per Internet übersehen" bis hin zu "Kreditkarte geht an Zahlstelle in der Ausfahrt nicht, Schranke öffnet sich und auf dem Beleg steht eine Zahlungsaufforderung, die nicht gelesen wurde" ist alles dabei.

Also als Tipp vor dem nächsten Italien-Urlaub mit dem eigenen Auto sich beim ADAC auf den oben genannten Seiten schlau machen und ggf. die Mautbox oder die betreffenden Apps, die für die Begleichung der Maut verfügbar sind, beschaffen. Schönen Urlaub.

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